Matratzen bei Boxspringbetten

    Bonellfedern? Taschenfderkern? Tonnentaschenfederkern?

    Wer sich mit Boxspringbetten beschäftigt wird schnell mit verschiedenen Arten von Matratzen konfrontiert. In diesem Beitrag können Sie sich einen schnellen Überblick verschaffen.


    Wie viele Matratzen gibt es im Boxspringbett?

    Jedes Boxspringbett besteht aus einer Untermatratze (auch Boxspring) und einer Obermatratze. Bei Doppelbetten werden häufig jeweils 2 Matratzen genutzt, damit Sie durch die Bewegungen Ihres Partners nicht gestört werden. Die Besucherritze verschwindet mit Hilfe eines durchgängigen Toppers.


    Welche Art von Matratzen werden verwendetet? 

    Meistens kommen bei Boxspringbetten Federkern-Matratzen zum Einsatz, da diese in den USA (dem Herkunftsland des Boxspringbetts) geläufig sind. Immer häufiger gibt es auch Boxspringbetten mit hochwertigen Kaltschaummatratzen da diese hierzulande zu den beliebtesten Matratzen gehört.

    Es gibt bei den Matratzen große Unterschiede hinsichtlich Qualität und Liegeeigenschaften, auf die ich in diesem Beitrag eingehen werde. Entscheidend ist außerdem welche Matratze als Obermatratze und welche unten im Boxspring zu finden ist.

    Federkernmatratzen:

    als Obermatratze:
    Bonellfederkern:🙁
    Taschenfederkern:🙂
    Tonnentaschen:😀
    als Untermatratze:
    Bonellfederkern:🙂
    Taschenfederkern:🙂
    Tonnentaschen:😀

    Bonellfederkern – die einfache Federkernmatratze

    Matratzen mit Bonellfederkern reagieren flächenelastisch, da die Federn miteinander verbunden sind. Sobald auf eine Feder Druck ausgeübt wird, reagieren diese gemeinsam und schwingen leicht mit. Als Untermatratze (Boxspring) sind Bonellfederkerne geeignet, sofern eine leichte Federung gewünscht ist.

    Als Obermatratze sind sie weniger geeignet, da Ihr Körper nicht zielgerichtet gestützt wird. Die stärkere Federung wird in der Obermatratze oft auch als störend empfunden. Bonellfederkern-Matratzen zählen zu den preisgünstigsten Matratzen.


    Taschenfederkern – der bessere Federkern

    Taschenfederkernmatratzen sind hingegen punktelastisch, da alle Federn getrennt voneinander reagieren. Dabei ist jede einzelne Feder in eine Tasche eingenäht, die nur nachgibt wenn auf ihr Druck lastet. Diese Eigenschaft sorgt für ein sehr stabiles Liegegefühl und entlastet Ihren Körper zielgerichtet.

    Auf den nachfolgenden Bildern erkennen Sie sehr gut den Unterschied zwischen beiden Matratzen:


    Tonnentaschenfederkern – die modernste Federkernmatratze

    Tonnentaschenfederkerne sind eine Weiterentwicklung der zuvor beschriebenen Taschenfederkerne. Ihre Form ist „bauchiger“ und erinnert an eine Tonne (deshalb der Name). Tonnentaschenfederkerne sorgen für eine progressive Federleistung, d.h. je mehr Druck auf jeder einzelnen Feder lastet, desto mehr Widerstand leistet diese. Diese Federn passen sich damit automatisch Ihrem Körpergewicht an.

    Ihr Körper wird dadurch noch gezielter gestützt und Ihre Wirbelsäule optimal entlastet. Tonnentaschenfederkerne bieten einen sehr hohen Komfort und eignen sich besonders für Personen mit Rückenleiden. Sie zeichnen sich außerdem durch eine lange Haltbarkeit aus.

    Ein sehr gutes Boxspringbett mit Tonnentaschenfederkernen ist das Lövgren Storebror. Besonders hochwertige Boxspringbetten haben auch in der unteren Box eine Matratze mit Tonnentaschenfederkernen, wie unser Testsieger BRUNO.


    Welche Qualitätsmerkmale gibt es bei Federkernmatratzen?

    Anzahl der Federn mindestens 250 Federn / m²:

    Je mehr Federkerne eine Matratze besitzt, desto gezielter ist die Unterstützung des Körpers. Wir empfehlen deshalb keine Boxspringbetten die nicht mindestens 250 Federn je m² zumindest in der Obermatratze besitzen. Doch Vorsicht: einige Hersteller geben die Anzahl der Federn nur für die gesamte Matratze an um die Anzahl höher wirken zu lassen. Hier ist eine Umrechnung auf den m² nötig. Zum Beispiel hat eine 90x200 cm Matratze mit 300 Federn nur 167 Federn pro m².

    Schaumstoffschicht mindestens 3 cm:

    Über den Federn befindet sich eine Polsterung aus Schaumstoff. Bei Matratzen mit minderwertiger Verarbeitung beschädigen die Federn diese Schaumstoffschicht. Die Folge: Die Federn treten an die Oberfläche und verschlechtern den Komfort extrem. Gerade Händler, die sehr günstige Boxspringbetten anbieten sparen Kosten durch dünne, schlecht verarbeitete Schaumstoffschichten. In unserem Boxspringbett Test prüfen wir deshalb die Dicke der Schaumstoffschichten.

    Drahtdicke abhängig vom Körpergewicht:

    Je nach gewünschtem Liegegefühl und Körpergewicht, bieten die Hersteller unterschiedliche Härtegrade an. Dabei ist der Draht der Feder bei höheren Härtegraden dicker und die Matratze insgesamt „fester“. Zu dünne Drähte verschlechtern die Federleistung der Matratze und können zu Liegekuhlen führen. Gleichzeitig darf die Matratze nicht zu hart sein und muss zu Ihrem Körpergewicht passen. Wir empfehlen deshalb stets die Herstellerangaben zu beachten.

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    Kaltschaummatratzen:

    Kaltschaummatratzen zählen hierzulande zu den beliebtesten Matratzen. Sie unterstützen Ihren Körper exakt an den Stellen, an denen er mit der Matratze in Berührung kommt. Deshalb ist oft die Rede von einer sehr hohe Punktelastizität. Zu finden beispielsweise beim BRUNO Boxspringbett.

    Kaltschaummatratzen sind oft in 7-Zonen aufgeteilt. Diese Zonen sind unterschiedlich fest und sorgen dafür, dass Ihr Körper im Schulter- und Beckenbereich etwas stärker einsinkt, um die Wirbelsäule in Ihre natürliche Haltung zu bringen. Verspannungen und Druckstellen wird so vorgebeugt.

    Die Qualität einer Kaltschaummatratze hängt stark vom Raumgewicht ab. Es gilt: je schwerer die Matratze, desto langlebiger und punktelastischer ist sie. Gleichzeitig gilt aber auch: je höher das Raumgewicht, desto härter wird die Matratze. Sehr gute Kaltschaummatratzen besitzen deshalb eine zusätzliche Komfortschicht aus Naturlatex oder Viscoschaum.

    Welches Raumgewicht ist ideal?

    Für eine lange Haltbarkeit und guten Schlafkomfort empfehle ich ein Raumgewicht von mindestens 40 kg/m³.

    Im nächsten Beitrag erfahren Sie die Unterschiede beim Topper.

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